Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Harmonisierung der Informatik in der Strafjustiz

F L A S H No. 6


06. April 2020



Liebe Leserin, lieber Leser 

Es ist ein grosses Privileg, in einem funktionierenden Rechtsstaat leben zu dürfen. Und eine Verpflichtung für uns alle, Einwohnerinnen und Einwohner dieses Landes: Wir stehen in der Verantwortung, unseren Rechtsstaat zu achten, zu schützen und zu pflegen. Ihnen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden kommt dabei eine besondere Rolle zu: Sie sind so etwas wie das Kompetenzzentrum der Rechtsstaatsfürsorge. Ihre Arbeit trägt entscheidend dazu bei, dass Regeln und Gesetze durchgesetzt werden und unser Zusammenleben funktionieren kann. Ich und wir alle sind Ihnen dafür sehr dankbar.

Um Ihre Aufgaben erfüllen zu können, brauchen Sie bestmögliche Arbeitsbedingungen. Dazu gehört, dass die technologische Entwicklung in Ihren Arbeitsalltag einfliesst und Sie dazu befähigt werden, mit dieser Entwicklung umgehen zu können. Die digitale Transformation reicht in viele Bereiche. Sie manifestiert sich in neuen Formen der Kriminalität, etwa in Cybercrime- oder Social-Media-Delikten. Gleichzeitig ermöglicht sie die effiziente Anwendung der neuen Strafprozessordnung. Effizient heisst in diesem Zusammenhang, dass die Geschäftsabläufe behördenintern wie zwischen den Akteuren von Strafverfolgung, Justiz- und Massnahmenvollzug medienbruchfrei funktionieren. 

Es war und ist mir ein dringendes und drängendes Anliegen, Sie alle in Ihrem Wirken zu unterstützen. Deshalb engagiere ich mich für das schweizweiten HIS-Programm, welches von den Kantonen und vom Bund getragen wird. Unsere Ambition ist, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Justizbehörden die Kompetenzen zu vermitteln, damit sie mit elektronischen Dossiers und modernisierten Geschäftsverwaltungen arbeiten können. Im Arbeitsalltag der Zukunft wird der Rechtsverkehr mit den Parteien elektronisch abgewickelt, und es kommen moderne Tools wie Video-Konferenz-Systeme oder die digitalisierte Unterschrift zum Einsatz. Die rechtlichen Voraussetzungen werden derzeit beim Bund und in den Kantonen geschaffen. 

Ich bin davon überzeugt, dass diese Entwicklung richtig und wichtig ist. Gleichzeitig ist sie auch ein Auftrag. Wir müssen weiterhin fachlich sorgfältig und gleichwohl kostenbewusst arbeiten. Und wir alle, besonders aber Sie, geschätzte Fachleute, müssen uns als Botschafterinnen und Botschafter verstehen. Geben Sie Auskunft! Erzählen Sie von Ihrer Arbeit! Die Öffentlichkeit hat das Recht und den Anspruch zu erfahren, was Sie tun und weshalb Sie es tun. Und Sie haben allen Grund, selbstbewusst von Ihrem Tun und von den Herausforderungen zu berichten, mit denen Sie konfrontiert sind. 

Die Digitalisierung hat vieles verändert, und es wird sich noch mehr verändern. Dabei betreffen die Veränderungen den Inhalt Ihrer Arbeit genau sowie das Handwerkliche. Dabei gilt – wie überall – auch in der Justiz: Die Digitalisierung ist sowohl Herausforderung wie auch Chance. Wir wollen die Herausforderung annehmen und die Chancen nutzen. Die Möglichkeiten, die der digitale Wandel mit sich bringt, sollen unsere Arbeit erleichtern und verbessern. 

Jacqueline Fehr

 




In eigener Sache - Das HIS-Programm verändert sich
Erstmals eigene Büroräumlichkeiten in Bern
HIS und seine Mitarbeiter waren sich bisher gewohnt auf unterschiedliche Standorte verteilt zu arbeiten. So startete im Jahr 2016 Jens Piesbergen als erster Mitarbeiter in einem kleinen Büro als Teil des HPI/PTI-Standorts bei der Stadtpolizei Zürich. 

mehr erfahren...
«Justitia 4.0» de quoi s'agit-il?
Videokonferenzen im Einsatz bei den Thurgauer Strafverfolgungsbehörden  
Sowohl gesetzlich wie auch technisch sind heute die Voraussetzungen erfüllt, Videokonferenzen in der Strafverfolgung zu nutzen. Wegen veralteter Technologie musste der Kanton Thurgau den bestehenden Videoeinvernahmeraum in Frauenfeld erneuern. Dies bot die Gelegenheit, den Raum mit einer Technik auszurüsten, welche nun zusätzlich auch Videokonferenzen ermöglicht.
  
 
mehr erfahren...
Transformation der Schweizer Justiz
eAktenverzeichnis und ePagina – Zwei Wegbereiter für die eAkte
Im Rahmen der elektronischen Aktenführung befasst sich das HIS-Programm u.a. mit der Aktenstruktur sowie der Paginierung. Der Gesetzgeber lässt die Art und Weise der Aktenführung offen. Jeder Kanton sowie der Bund haben derzeit ein eigenes Verständnis der Aktenstruktur und der Paginierung.

mehr erfahren...
«Justitia 4.0» de quoi s'agit-il?
Projekt Vorgangsbearbeitung – Evolution des Standards eCH-0051 / SanityCheck-Service
Im Rahmen der Tätigkeiten rund um die Weiterentwicklung des eCH-0051-Standards sind in den vergangenen Monaten im Hintergrund einige Themen angepackt und vorangetrieben worden. Das Wichtigste möchten wir Ihnen heute in wenigen Worten mitteilen. 

mehr erfahren...
«Justitia 4.0» de quoi s'agit-il?

Wenn Sie diese E-Mail (an: balawijitha.waeber@kkjpd.ch) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

HIS-Programm, KKJPD, Nordring 8, 3013 Bern
Kontaktformular - Impressum